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Aktuelle Ausstellung

Nie wieder und jetzt

mit
Laura Fiorio
Jakob Ganslmeier

Grafik: Viktor Schmidt/Nora Keilig


Ausstellung

9.5 - 21.7.2024

Kuratiert von Julius Kaftan und Lina Kröger

»Nie wieder und jetzt« ist der zweite Teil des
Jahresprogramms KANTEN UND KNOTEN

Aktuell

Mit Moos geht‘s Los

Workshop-Reihe mit der Künstlerin Gudrun Ingratubun im Garten des Bärenzwingers Berlin

Kunst & Natur, für Jung & Alt von Nah & Fern

Erkunde die Pflanzenwelt im Bärenzwinger und trete in einen künstlerischen Dialog mit der Natur.

In diesem Jahr beschäftigt sich der Bärenzwinger unter dem Jahresmotto “Kanten und Knoten” mit der Bedeutung von Linien: Wo trennen sie Dinge und wo verbinden sie? Der Garten des Bärenzwingers ist ein Ort, an dem Linien eine wichtige Rolle spielen. Was ist hier Natur, was Denkmal, was Kunst? Gibt es eine Grenze dazwischen? Welche Linien verbinden mich mit dem Bärenzwinger? Das sind einige der Fragen, denen wir in dieser Workshopreihe mit kreativen und gärtnerischen Methoden nachgehen möchten. 

Was passiert in den Workshops?

Wir begeben uns auf Entdeckungsreise zu unterschiedlichen Pflanzen, die auf dem Beton wachsen, dort, wo früher der Bär zu seinem Kratzbaum ging. Auf der dünnen Erdschicht und in den Ritzen wachsen mehr Arten, als man es für möglich halten würde. Und auch immer wieder Moos. Die vermeintlich “primitivste” Pflanze, das Moos, weist eine erstaunliche Formenvielfalt auf und steht mit Beton und Ziegeln im Austausch. Das wollen wir wahrnehmen und dokumentieren.

Können wir dem Garten noch etwas Gutes tun? Ihn pflegen, seine Wachstumsbedingungen für den Klimawandel günstiger gestalten und vielleicht behutsame Gestaltungsimpulse geben?

Dazu schreiben wir unsere Ideen auf Graspapier, machen uns Gedanken zur jeweiligen Ausstellung und üben uns in verschiedenen künstlerischen Techniken wie zum Beispiel Ecoprint oder malen mit selbst hergestellter Farbe aus Holunderbeeren. Je nach Jahreszeit finden wir im Garten auch Pflanzen, aus denen wir ein Getränk oder eine Speise zubereiten können.

Termine:

20.7.24

24.8.24

21.9.24

12.10.24

Jeweils von 13-17 Uhr

Der Eintritt ist frei

Anmeldung ist erwünscht, aber nicht erforderlich:

visit@baerenzwinger.berlin

Koordination:
Cleo Wächter, Vanessa Göppner, Annika Reketat & Lina Kröger

Workshop 1: „Aus der Moosperspektive“

Samstag 20.7.24

13-17 Uhr

Im ersten Workshop betrachten wir den Bärenzwinger „aus der Moosperspektive“: Wir nehmen das Moos und andere Pflanzen am Gebäude, auf dem Betonboden und im Wassergraben, unter die Lupe. Unseren neuen Blick auf den Bärenzwinger halten wir fest, indem wir die Pflanzen auf Graspapier zeichnen und mittels Frottage kartieren.

So führen wir einen künstlerischen Dialog darüber, wie der Bärenzwinger auf uns wirkt, was uns mit ihm verbindet und welche Erinnerungen er weckt. Gemeinsam blicken wir aber auch in die Zukunft: Wir entwickeln Ideen, wie wir die Pflanzen angesichts des Klimawandels unterstützen und eigene Impulse in diesem besonderen Garten setzen können.

AUFRUF ZUR ABGABE

Für die Ausstellung »Nie wieder und jetzt« im Bärenzwinger Berlin laden die Kurator*innen Lina Kröger und Julius Kaftan zusammen mit der Künstlerin Laura Fiorio dazu ein, sich mit der eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Dabei soll es insbesondere um die Thematisierung des Nationalsozialismus und den Umgang mit diesem Erbe in den Familiengedächtnissen der deutschen Bevölkerung gehen. Ausgehend von ihrer eigenen Familiengeschichte beschäftigt sich die italienische Künstlerin Fiorio mit den Möglichkeiten, tabuisierte und verdrängte individuelle Geschichten und Erinnerungen aus dem Privaten in den öffentlichen Raum und die öffentliche Diskussion zu übertragen. Auch der Bärenzwinger setzt sich im Rahmen der Ausstellung mit seiner eigenen Geschichte auseinander. Das Gebäude wurde 1939, kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs feierlich eröffnet und fungierte nicht zuletzt als Symbol der mythologischen Selbstinszenierung des NS-Regimes. 

Wie hängen diese vergangenen Geschichten zusammen und beeinflussen unsere Gegenwart?

Diese und weitere Fragen werden im Laufe der Ausstellung aufgegriffen.

Sie können mit Ihren eigenen Objekten, Familienfotos, Briefen oder anderen Dokumenten und Gegenständen beitragen, die mit dem nationalsozialistischen Erbe in Verbindung gebracht werden können. Es können auch Kopien der Dokumente und Gegenstände abgegeben werden. Die Materialien sollen Teil der Ausstellung werden. Die Abgabe kann sowohl anonym als auch unter Angabe eines Namens erfolgen. Es wird ein Formular zur Erfassung (zwecks späterer Abholung etc.) der Dokumente und Gegenstände bereitliegen.

Begleitend zur Ausstellung werden Workshops angeboten, in denen die Fragen zur individuellen und kollektiven Erinnerung gemeinsam diskutiert werden können.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an uns, unter: 

Lina.Kroeger@ba-mitte.berlin.de;
Julius.Kaftan@ba-mitte.berlin.de  

Wo kann abgegeben werden?
Bärenzwinger Berlin
Rungestraße 30
10179 Berlin
oder an: hello@laurafiorio.com

Zur Programm-Übersicht

Das ehemalige Bärengehege der Berliner Stadtbären ist seit September 2017 als Kulturort für ortsspezifische zeitgenössische Kunst in Berlin-Mitte geöffnet.

Bald soll eine Sanierung die Nutzungsmöglichkeiten erweitern.