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in mir draußen

mit
Rike Scheffler
Nail Doğan

Grafik: Viktor Schmidt

Ausstellung

16.2.-28.4.2024

Kuratiert von Philipp Hennch und Joana Stamer

Koordination: Annika Reketat

»in mir draußen« ist der erste Teil des
Jahresprogramms KANTEN UND KNOTEN

Die erste Ausstellung im Jahresprogramm 2024 Kanten und Knoten widmet sich dem Geschichte(n)erzählen als Kulturpraktik und seiner besonderen Form in der Lyrik.

Die Duo-Ausstellung vereint Raum-, Video- und Soundinstallationen der Lyriker*innen Nail Doğan und Rike Scheffler.

Worte und Verse interagieren mit der Architektur des ehemaligen Tierzwingers, Flüstern versteckt sich in Mauern; Lyrik als Installation greift bestehende Bauformen auf, fließt nach draußen in die tiefen Wassergräben, die Tier und Mensch einst trennten.

Lyrische Stimmen sprechen von Verbindungen und Grenzen, fragen nach individueller und kollektiver, queerer und sich wandelnder Identität. Wie gestaltet sich unser Miteinander? Wer ist uns zugehörig? Wer wird mitgedacht und wer ausgeschlossen? Was ist es, das uns trennt?

Im Spannungsfeld von Lyrik und Raum kreiert »in mir draußen« ein Möglichkeitsfeld. Semiotik und Materialität erzeugen Widersprüche und Bindungen, Sprachen vermischen sich oder lösen sich auf. 

Rike Scheffler

Rike Scheffler arbeitet transdisziplinär in Gebieten der Lyrik, Performance, Installation und Musik. Poesie ist für Scheffler Möglichkeitsraum, transformative Praxis. Sie kollaboriert für internationale Workshop- und Performance-Serien mit Ólafur Elíasson’s Institut für Raumexperimente und entwickelt ausgehend von ihren Gedichten Performances, Sound- und Videoinstallationen sowie räumliche Poesie und immersive Ökosysteme, die gängige Wahrnehmungen in Frage stellen.

Für ihr Schaffen erhielt sie u.a. Arbeitsstipendien der Akademie der Künste Berlin, des Dt. Literatur- und des Dt. Musikfonds, der Dt. Akademie Villa Massimo (Casa Baldi) sowie den Wiesbadener Orphil-Debütpreis für politisches u. avantgardistisches Schreiben für ihren Gedichtband „der rest ist resonanz“ (kookbooks, 2014). Schefflers jüngst erschienener zweiter Gedichtband “Lava. Rituale” (kookbooks, 2023) erkundet zärtliche, spekulative Seinsweisen artenübergreifender Allianz und Kollaboration mit mehr-als-menschlichen Agent:innen und KI.

Scheffler tritt auf Kunst-, Musik- und Literaturfestivals rund um den Globus auf und präsentierte ihre Werke bisher u.a. in der Neuen Nationalgalerie, im Hamburger Bahnhof Berlin, im Kopenhagener Louisiana Museum of Modern Art und im Palais de Tokyo Paris.

Artist Portrait Louisiana Channel (2016)
https://channel.louisiana.dk/video/rike-schefflerpoetry-as-a-performance

Instagram
https://www.instagram.com/rikescheffler/

Nail Doğan

Nail Doğan ist Autor und wurde 1988 als Sohn eines Gasttaxifahrers und einer Gastputzfrau in Augsburg geboren.

Er lebt in Hamburg. 2020 gewann er beim 28. open mike-Wettbewerb für junge Literatur den Preis für Lyrik und den taz-Publikumspreis. 2023 erschien sein Lyrikdebüt „ausgeliehene suchtwörter“ im Elif Verlag.

Er ist außerdem Autor mehrerer Theaterstücke, die im Thalia Theater Hamburg uraufgeführt wurden.

Eröffnung

15.2.2024 ab 18 Uhr

19 Uhr
Sound Performance „Echoes from the Future“ von Rike Scheffler

20 Uhr
Lesung von Nail Doğan

Eintritt frei

Am Donnerstag den 15. Februar 2024, ab 18 Uhr lädt der Bärenzwinger Berlin ein zur Eröffnung der Ausstellung »in mir draußen«, mit Rike Scheffler und Nail Doğan

Die erste Ausstellung im Jahresprogramm 2024 Kanten und Knoten widmet sich dem Geschichte(n)erzählen als Kulturpraktik und seiner besonderen Form in der Lyrik. Die Duo-Ausstellung vereint Raum-, Video- und Soundinstallationen der Lyriker*innen Nail Doğan und Rike Scheffler. Worte und Verse interagieren mit der Architektur des ehemaligen Tierzwingers. Im Spannungsfeld von Lyrik und Raum kreiert »in mir draußen« ein Möglichkeitsfeld.

Displayed Words

26.03.2024
19 Uhr

Lesung + Gespräch
mit Lou Ferrand Rafael Moreno Kinga Tóth

Displayed Words ist ein Experiment im Umgang mit Sprache, Text und Poesie durch digitale und öffentliche Formate. Wer und was definiert den Raum, in dem WWörter abgebildet und Bedeutungen erzeugt werden? Wie ververändert sich die Wahrnehm ung von Text von einem Medium zum anderen?

Displayed Words spielt mit der Verständlichkeit
von Text und seinen vielfvielfältigen Darst ellungen; es stellt Fragen nach dem Kontext, in dem Literatur und Poesie wahrgenommen und verstanden werden können.

Schließlich fragt es, wie Text vermittelt wird und in welcher Sprache der dominante Diskurs und die Literatur in einer Metropole wie Berlin kommuniziert werden.

Wie verhält es sich mit Sprachen, die als minoritär gelten und die man in der Stadt in alltäglichen Begegnungen hört, wie z. B. Russisch, Türkisch, Arabisch, Vietnamesisch, oder Spanisch…?

Clinch von WILD ACCESS

19.04.2024
21 Uhr


»Clinch«
Performance
WILD ACCESS

WILD ACCESS ist ein nomadisches Performance Format, das seit 2021 immersive Produktionen in öffentliche Räume wie Parks, Plätze und Laufstrecken (in Berlin Schöneberg, Pankow und Lichtenberg) und Museen (BLMK Cottbus) bringt.

Das Projekt erforscht Orte und ihre gegenwärtige urbane Umgebung, um daraus Live Performances zu entwickeln, die in Zeiten der zunehmenden Klimakrise den Blick auf unsichtbare Ökosysteme lenken und menschliche Perspektiven mit der Natur konfrontieren.